Pneumologie

Mundgesund – für einen langen Atem

Lungen- und Atemwegserkrankungen führen zu den meisten Krankenhauseinweisungen und gehören weltweit zu den zehn häufigsten Todesursachen. Eine amerikanische Studie konnte nachweisen, dass Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen eine schlechtere Mundhygiene, mehr Zahnstein und mehr kranke Zähne haben als Patienten ohne Atemwegserkrankungen. Umgekehrt scheinen Menschen mit überdurchschnittlich frühem Zahnverlust auch eher dazu zu neigen, an COPD zu erkranken. Ob tatsächlich eine kausale Beziehung besteht, wird kontrovers diskutiert; Rauchen ist jedoch ein gemeinsamer Risikofaktor von Parodontal- wie Atemwegserkrankungen.

Die Mundgesundheitsrisiken von Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen

  • Der Zusammenhang zwischen oraler Plaque und dem Risiko, an einer Pneumonie zu erkranken, gilt als gesichert
  • So wurde in Querschnittsstudien bei Patienten mit schlechter Mundhygiene ein 4,5-fach erhöhtes relatives Risiko für Pneumonien gefunden
  • Das Mortalitätsrisiko für Pneumonie war in einer japanischen Studie mit ca. 700 Patienten um das rund 3,9-fache erhöht, wenn zehn oder mehr Zähne Taschentiefen von mehr als 4 mm aufwiesen, im Vergleich zu einer mundgesunden Kontrollgruppe
  • Wissenschaftler der University of New York zeigten in einer Studie mit fast 14.000 Teilnehmern, dass der Zahnhalte-Apparat von Patienten mit COPD früher Defizite aufweist als bei Gesunden

 

Pneumologen empfehlen Zusammenarbeit mit Zahnärzten

Klinische Studien geben erste Hinweise darauf, dass die Häufigkeit von Exazerbationen Bei COPD durch gute Mundpflege und professionelle Zahnreinigung signifikant reduziert werden kann.
Lungenfachärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) raten insbesondere Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auf eine gute Zahnhygiene zu achten.
Pflegebedürftige, immungeschwächte und ältere Menschen insbesondere in betreuenden Institutionen profitieren erheblich von einfachen Strategien zur Reduktion von Zahnbelägen sowie zur Parodontitisprävention und therapie.

Mit PerioSafe Risiken checken – Exazerbationen vorbeugen

Mit dem weltweit ersten oralen Früherkennungstest, dem PerioSafe Mundgesundheits-Test, können Lungenfachärzte jetzt ganz einfach ihre Patienten in der Praxis auf erste Anzeichen einer parodontalen Entzündungen testen.
Als Check-up in der internistischen Praxis zur Identifikation von Parodontitis-Risikopatienten ist PerioSafe eine ideale Ergänzung Ihres Präventionsprogrammes.

Die Vorteile von PerioSafe

  • PerioSafe kann parodontalen Gewebeabbau ggf. in einem reversiblen Stadium detektieren, d.h. bevor das Zahnfleisch klinisch auffällig erscheint
  • PerioSafe eignet sich besonders für Ihre COPD-Patienten
  • PerioSafe ist einfach und zuverlässig in der internistischen Praxis anwendbar (Speichelprobe)

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Was tun bei positivem Befund?
Bei positivem Befund ist im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit eine Überweisung an einen Parodontologen oder Fachzahnarzt für Parodontologie erforderlich. Patienten sollten über die Risiken einer möglicherweise beginnenden oder manifesten chronischen parodontalen Entzündung im Zusammenhang mit ihrer individuellen Gesundheitssituation auf geklärt werden.
Empfehlen Sie den Besuch beim Fachzahnarzt für Parodontologie oder bei einem PerioPrevention Center (PCC). Wo sich ein PCC in Ihrer Nähe befindet, erfahren Sie hier.